Behandlung mit Lachgas
Was ist eine Lachgassedierung?
Lachgas wird seit über 150 Jahren in der Medizin eingesetzt und gilt als sehr sicheres Beruhigungsmittel. Bei der Behandlung atmet Ihr Kind über eine weiche Nasenmaske eine Mischung aus Sauerstoff und Lachgas ein. Innerhalb weniger Minuten entspannt es sich, die Anspannung löst sich, und die bevorstehende Zahnbehandlung verläuft deutlich stressfreier und schmerzärmer.
Für wen eignet sich die Behandlung mit Lachgas?
Vor allem Kindern, die beim Zahnarzt ängstlich oder unruhig reagieren, hilft die Lachgassedierung, ruhig zu bleiben. Bei einem großen Behandlungsbedarf kann so außerdem die Anzahl der Termine reduziert werden. In der Regel setzen wir das Verfahren ab dem Schulalter ein, doch bei sehr guter Mitarbeit ist es auf Wunsch auch schon früher möglich.
Wie läuft die Lachgassedierung ab?
Vor dem Termin sollten Ihr Kind nüchtern sein und keine Erkältungssymptome haben. Ein Sorgeberechtigter muss während der gesamten Behandlung anwesend sein, schwangere Begleitpersonen dürfen leider nicht dabei sein. Sobald die Nasenmaske sitzt, beginnt Ihr Kind, das Lachgas-Sauerstoff-Gemisch einzuatmen. Wir überwachen permanent Puls und Sauerstoffsättigung im Blut. Nach wenigen Minuten wirkt das Gas, und Ihr Kind fühlt sich entspannt und gelöst. Die eigentliche Zahnbehandlung erfolgt dann ohne stärkere Schmerz- oder Angstreaktionen, während Ihr Kind wach und ansprechbar bleibt. Die subjektive Zeitwahrnehmung verändert sich, sodass auch längere Eingriffe gut toleriert werden. Nach Abstellen des Gases klingt die Wirkung innerhalb von drei Minuten nahezu vollständig ab, und Sie warten gemeinsam noch etwa zehn Minuten bei uns im Wartebereich.
Welche Vorteile bietet Lachgas?
Die Sedierung mit Lachgas ermöglicht eine sanfte Beruhigung ohne Vollnarkose und ohne Nadeln. Sie setzt sehr schnell ein und lässt Ihr Kind rasch wieder vollständig fit werden. Weil es bei Bewusstsein bleibt und auf Ansprache reagieren kann, lassen sich Ängste frühzeitig auffangen. Unser modernes Lachgasgerät verfügt zudem über technische Sicherungen, die eine versehentliche Überdosierung zuverlässig verhindern.
Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?
In seltenen Fällen berichten Kinder kurzzeitig über leichte Übelkeit oder Schwindelgefühle, sehr selten treten Kopfschmerzen oder Erbrechen auf. Bei korrekter Dosierung und kontinuierlicher Überwachung sind ernsthafte Komplikationen jedoch äußerst unwahrscheinlich. Vorab klären wir mögliche Vorerkrankungen wie Nasenatmungsprobleme oder Asthma, um die Sicherheit Ihres Kindes zu gewährleisten.
Wie kann ich mein Kind vorbereiten?
Am besten erklären Sie in einfachen Worten, dass das Gas dafür sorgt, dass Ihr Kind sich entspannt und nicht so große Angst haben muss. Bewahren Sie selbst Ruhe und zeigen Sie Vertrauen in den Ablauf. Bequeme, locker sitzende Kleidung hilft, dass sich Ihr Kind rundum wohlfühlt.
Was passiert nach der Behandlung?
Unmittelbar nach der Lachgassedierung darf Ihr Kind wieder Wasser trinken und weiche Snacks wie Fruchtmus oder Trinkjoghurt zu sich nehmen. Am restlichen Behandlungstag sollte es sich ruhig verhalten, auf aktives Toben verzichten und nicht selbst am Straßenverkehr teilnehmen.
Wie lange hält die Wirkung an?
Die beruhigende Wirkung hält nur so lange an, wie Ihr Kind das Lachgas einatmet. Sobald wir das Gas abstellen, klingt die Sedierung innerhalb von zwei bis drei Minuten ab.
Wird Lachgassedierung von der Krankenkasse bezahlt?
Private Krankenversicherungen und zahnärztliche Zusatzversicherungen erstatten die Kosten je nach Tarif. Bitte erkundigen Sie sich im Vorfeld direkt bei Ihrem Anbieter. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Leistung leider nicht.